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10%iger gesetzlicher Zuschlag
1. Gesetzlicher Altersentlastungszuschlag von 10%

Mit Wirkung seit dem 01.01.2000 wird auf alle Krankheitskosten- tarife (Krankenvollversicherungen) ein 10%iger gesetzlicher Zuschlag zur Beitragsentlastung im Alter von allen privaten Krankenversicherungsunternehmen erhoben.

Dieser Zuschlag wird zuerst bei allen Versicherungsverträgen (substitutive Krankheitskostenversicherung - nicht für Tagegeld- tarife), die seit dem 1.1.2000 abgeschlossen wurden erhoben.
Für alle bis einschließlich 31.12.99 abgeschlossenen Verträge wirkt das Gesetz erst ab dem 01.01.2001.

1.1 Was soll der 10% Zuschlag bewirken?

Diese Mittel werden in vollem Umfang der Altersrückstellung zugeführt.

Das Ziel des neuen Zuschlags erscheint zunächst sehr einfach: Es sollen Gelder angespart werden, die im Rentenalter (ab 65 Jahre) den Versicherungsbeitrag auf dem dann bestehenden Niveau halten. Erhoben wird der Zuschlag auf den Teil des Beitrags, der für das Krankheitskostenrisiko kalkuliert wird. Gezahlt wir bis zum 60. Lebensjahr. Auf die gezahlten Sparzuschläge erhält der Versicherungsnehmer eine garantierte Verzinsung von 3,5% pro Jahr. Die darüber hinaus erwirtschaftete Verzinsung der Kapitalanlagen muss der Krankenversicherer zu 90% (Früher 80%) dem Versicherten gutschreiben.

Der 10%-Zuschlag dient somit zur weiteren Sicherung der Bezahlbarkeit der Beiträge im Alter und unterstützt die seit Jahren von den privaten Krankenversicherungen getroffenen Maßnahmen.

1.2 Bereits Versicherte genießen Bestandsschutz!

Für Verträge, die bis einschließlich 31.12.1999 abgeschlossen wurden, gilt eine Bestandsregelung.

1.3 Wer wird als Bestandskunde angesehen?

Als Bestandskunden gelten alle Personen, die bereits vor dem 01.01.2000 anstelle einer gesetzlichen Krankenversicherung einen privaten Krankenversicherungsvertrag (substitutive Kranken- versicherung) abgeschlossen haben. Als Abschluss gilt das Datum der schriftlichen Antragsannahmeerklärung oder das Datum des Versicherungsscheins.

1.4 Müssen auch Bestandskunden den Zuschlag zahlen?

Auch Bestandskunden werden, sofern die beschriebenen Voraussetzungen zutreffen, grundsätzlich in die Zahlung des Zuschlags mit einbezogen, allerdings erst ab 01.01.2001 und nicht von vornherein mit 10%, sondern zunächst mit 2%. In den folgenden Jahren werden jeweils weitere 2% erhoben, bis zum Ende des 5. Jahres 10% erreicht sind.

1.5 Können Bestandskunden dem Zuschlag widersprechen?

Aus Gründen der Besitzstandswahrung haben Bestandskunden allerdings ein Widerspruchsrecht, das innerhalb von 3 Monaten ausgeübt werden kann. Der Widerspruch kann nur einmal für die gesamte Krankenversicherung, nicht aber für einzelne Tarife ausgesprochen werden.

Der Wechsel zwischen PKV-Unternehmen ist grundsätzlich Neugeschäft, d.h. der Zuschlag von 10% ist zu zahlen, auch wenn beim alten Unternehmen Widerspruch gegen den Zuschlag eingelegt wurde.

Ä nderungen und Hinzuversicherungen von Tarifen bei bestehenden Verträgen sind nicht betroffen!

1.6 Lohnt sich das freiwillige Zwangssparen für Bestandskunden?

Besonders für Angestellte könnte die Wahl des Zuschlags interessant sein, denn der Arbeitgeber beteiligt sich zur Hälfte an dem Sparvorgang. Allerdings besteht für die bereits privat versicherten Kunden auch die Möglichkeit, den Sparzuschlag in alternative Anlageformen einzubringen, um sie später gezielt für die Bezahlung des Krankenversicherungsbeitrags im Rentenalter einzusetzen.

Dies hat den Vorteil, dass die Höhe der Sparbeträge selbst bestimmt werden kann und die angesparten Gelder nicht verloren gehen, wenn der Krankenversicherungsvertrag gekündigt wird. Eine Auszahlung oder ein Erhalt der Sparbeiträge ist im Fall der Kündigung des Vertrags nämlich nicht vorgesehen. Vielmehr verbleibt das bereits angesparte Kapital beim Versicherer und wird dann für die Beitragsstabilisierung der übrigen Kunden eingesetzt. Dieser Fall tritt auch ein, wenn der Versicherte stirbt und bereits ein Guthaben vorhanden ist.

1.7 Wann müssen sich die Bestandskunden entscheiden?

Die Bestandskunden wurden ab Sommer 2000 von den Versicherungen angeschrieben und über den Altersentlastungszuschlag sowie ihr Widerspruchsrecht informiert. Erst mit dieser Information beginnt die Widerspruchsfrist von drei Monaten zu laufen.

1.8 Wie wird der Zuschlag berechnet?

Der Zuschlag wird für alle Personen zwischen dem 21. und dem 60. Lebensjahr berechnet. Ab dem 60. Lebensjahr wird der Zuschlag nicht mehr erhoben! Diese 10% müssen vom Zahlbeitrag berechnet werden. Dabei werden Risiko- und Auslandszuschläge nicht berücksichtigt. Der 10%-Zuschlag wird nicht auf Anwartschaftsversicherungen und Ausbildungstarife erhoben.

1.9 Wird der Arbeitgeberzuschuss auf die 10% gewährt?

Arbeitnehmer haben Anspruch auf hälftige Erstattung des 10%igen Beitragszuschlages durch den Arbeitgeber, soweit der Höchstbetrag des Arbeitgebers noch nicht ausgeschöpft ist. Der Arbeitgeber beteiligt sich somit an dem Zuschlag und der Stabilisierung der Beiträge im Alter.

Der Zuschlag wird in der Arbeitgeberbescheinigung ausgewiesen.

1.10 Wie wird der Zuschlag im Versicherungsschein dokumentiert?

Der 10%ige Zuschlag wird separat ausgewiesen und es wird einen zusätzlichen Hinweis im Versicherungsschein geben. Mit diesem Hinweis wird verdeutlicht, dass vom 65. Lebensjahr an die angesparten Zuschläge zur Versicherungsprämie dazu genutzt werden sollen, die Beiträge stabil zu halten. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass dieser Zuschlag bei der Beitragsrückerstattung, dem Leistungsfreiheitsrabatt bzw. der Pauschalleistung nicht berücksichtigt wird.

1.11 Wovon hängt die Beitragsstabilität im Alter ab?

Zwei Faktoren sind entscheidend, auf die der Versicherte jedoch keinen Einfluss hat:
  • Die Verzinsung, die der Krankenversicherer auf seine Kapitalanlage in Zukunft erwirtschaftet. Je höher nämlich die Verzinsung ist, desto höher sind die Gewinngutschriften, die der Versicherungsnehmer erhält und um so stärker wächst sein Sparguthaben an.
  • Die Steigerung der Krankheitskosten und die damit verbundenen Beitragsanpassungen. Je höher die Beitragsanpassungen ausfallen, desto höher fällt auch der 10%-Zuschlag aus. Für den Versicherungsnehmer ist es um so günstiger, je geringer die Beitragsanpassungen ausfallen, weil damit sowohl der zu zahlende Zuschlag als auch das Beitragsniveau im Rentenalter geringer sind.
Die angesammelten Sparzuschläge können je nach Gesellschaft erheblich voneinander abweichen. Es kommt darauf an, wie effektiv die Gesellschaft das von den Kunden zur Verfügung gestellte Geld am Kapitalmarkt anlegt und wie gut oder wie schlecht ein Krankenversicherer die Gesundheitskostensteigerung in den Griff bekommt. Die Ursachen für Krankheitskostensteigerungen in der Krankenversicherung sind vielfältig. So sorgen neben der allgemeinen Inflation vor allem Verbesserungen bei Behandlungs- und Operationsmethoden für einen Kostenanstieg. Daneben gibt es aber auch unternehmensindividuelle Ursachen, wie zum Beispiel mehr oder weniger strenge Prüfungen der Vorerkrankungen bei Abschluss des Vertrags oder mehr oder weniger strenge Prüfungen der eingereichten Arztrechnungen, oder die Höhe der Verwaltungskosten.

Durch die Beobachtung bestimmter Kennzahlen der Versicherer über viele Jahre können Rückschlüsse für zukünftige Entwicklungen getroffen werden.

Selbstverständlich hat auch die Tarifgestaltung einen erheblichen Einfluss auf die Beitragsstabilität. Denn höhere Selbstbeteiligungen und Leistungsmerkmale die das "Anspruchsverhalten" der Versicherten beeinflussen, können zu einer deutlichen Beitragsstabilisierung beitragen.

1.12 Beitragsentwicklung im Alter bei GKV und PKV

Umfragen bestätigen immer wieder, dass die Beitragsentwicklung im Alter eine zentrale Rolle bei der Entscheidung spielt, von der GKV in die PKV zu wechseln.

Durch den 10%igen Beitragszuschlag wird das Argument um angeblich unbezahlbare PKV-Beiträge im Alter weiter entkräftet. Auch die Erhöhung der Zuführung auf 90% (bisher bereits 80%) des Überzinses (Zins der über den Garantiezins =Rechnungszins (z.B. 3,35 -4%)) aus dem Deckungsstock (=Sparanteil der Beiträge) zur Altersrückstellung trägt zusätzlich zur Altersentlastung bei den PKV-Versicherten bei.

Die privaten Krankenkassen haben somit ihre Aufwendungen zur Kostendämpfung im Alter nochmals erheblich verstärkt.

Bedenklich stimmt:
  • Dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) auch weiterhin zur Bezahlbarkeit ihrer Beiträge im Alter keinerlei Vorsorge trifft.
  • Keine Vorsorge für die unausweichliche demographische Entwicklung trifft.
  • Statt dessen die Leistungen seit Jahren stetig verändert bzw. einschränkt und die Kostenbeteiligung der Versicherten erhöht.
Fazit:

Der Versicherte hat bei der PKV vertraglich auf Lebenszeit garantierte Leistungen. Unterschiedliche Tarife und Eigenverantwortlichkeit ermöglichen es dem Versicherten seine Alterssicherung mit zugestalten. Damit bietet die PKV ein berechenbareres Kosten- / Leistungsverhältnis und ein wesentlich solideres Fundament für zukünftige Entwicklungen als die GKV.